ABMGW 115 Der Fall Jane Eyre vs The Rise and Fall of DODO (Jasper Fforde und Neal Stephenson)

Thema der Woche: Dodos!

Die possierliche Riesentaube von Mauritius ist zwar vor allem dafür bekannt das die tot ist, in der phantastischen Literatur ist sie jedoch noch ziemlich lebendig.

Ein Dodo spielt eine Nebenrollt in dem Buch „Der Fall Jane Eyre“ von Jasper Fforde. Allerdings fällt er in der geballten Buntheit des Buches nebst Mamuts auf Migration, Sonderkommandos zur Vampierbekämpfung, Literaturpolizisten, und kommunistischen waliesischen Käseschmugglern gar nicht großartig auf.

Eine Art mataphisischer Existenz führt der Dodo in „The Rise and Fall of DODO“, wo er allerdings nur als Akronym für eine militärische Organisation dienet. Diese allerdings beschäftigt sich mit interresanten Dingen: Man versucht die Magie in die Welt zurückzubringen (und diese militärisch zu Nutzen).

ABMGW 066 Sommer der Nacht vs Der Anschlag (Dan Simmons und Stephen King)

Thema der Woche: Horror aus den 60ern!

Es gab einmal ein fernes Königreich, und das war die USA in den 60ern. Heute längt vergessen und verlassen ist es doch ein Ort, in dem viele Horrorautoren ihre Kindheit und Jugend verbrachten… unter anderen Stephen King und Dan Simmons. Kein Wunder also, das sie Bücher über diese Zeit geschrieben haben:

In „Sommer der Nacht“ von Dan Simmons bekommt es eine Gruppe von Jugendlichen aus verschiedenen sozialen Schichten mit SCHLIMMEN DINGEN zu tun, deren Ausgangsort scheinbar ihre Schule ist, die über die Sommerferien geschlossen ist. Parallelen zu „ES“ von King sind nicht ganz von der Hand zu weißen.

In „Der Anschlag“ von Stephen King entdeckt ein Englischlehrer in einem Fast Foot Restaurant eine Tür in dieses vergessene Königreich, also in die USA der 60ern. Dieser Lehrer sieht in dieser Tür die perfekte Gelegenheit um den Anschlag auf John F. Kennedy zu verhindern um so die magische Wunderwelt der 60er Jahre vielleicht in die Jetztzeit zu transportieren…

ABMGW 061 Der Friedenskrieg vs Gestrandet in Realzeit (Vernor Vinge)

Thema der Woche: Der Autor Vernor Vinge.

In der „Titten und explodierende Raumschiffe“ Reihe habe ich ja schon ein Buch von Vinge besprochen, nämlich „Eine Tiefe am Himmel“. Ein näherer Blick auf die hervorragenden Bücher dieses außergewöhnlichen Autors ist daher unvermeidlich

In „Der Friedenskrieg“ krempelt eine Erfindung die Welt um: mit dem sogenannten Verblaser kann alles und jedes „eingeblast“ werden, das heißt: um das Ziel herum entsteht eine verspiegelte Kugel durch die nichts rein oder raus gelangen kann. Eine skrupellose Gruppe von Wissenschaftlern die sich selber die „Friedenswächer“ nennt benutzt diesen Apparat um auf der Welt mal anständig aufzuräumen und um einen Atomkrieg zu verhindern.

In „Gestrandet in der Realzeit“ spielt diese Technik des Verblasens auch eine Rolle, aber eine völlig andere. Hier wird sie von einer Handvoll Menschen benutzt um in die Zukunft zu reisen und die letzten verbleibenden Mitmenschen einzusammeln. Auf der Erde scheint es nämlich irgendein Ereignis gegeben zu haben das diese komplett entvölkert hat.

ABMGW 030 Die Zwerge von Amboss vs Die Tore zu Anubis Reich (Thomas Plischke und Tim Powers)

Thema der Woche: Fantasy mit umgekehrtem Vorzeichen!

…das umschreibt die Herangehensweise der Autoren zu den zwei Büchern um die es heute geht. Obwohl es in dem einen um Zwerge und Elfen, und in den anderen um ägyptische Götter und Magier geht, ist der Erzählstiel der Schreiberlinge ein fast schon wissenschaftlicher.

In „Die Zwerge von Amboss“ von Thomas Plischke haben wir es mit dem real existierenden Zwergensozialismus zu tun: Zwerge bevölkern den Nordkontinent eines ungenannten Planeten, führen ein fröhliches Leben mit Einheitslohn und Planwirtschaft, sehen sich aber einem Problem gegenüber das ihren marxistisch-leninistischen Horizont sprengen könnte.

In „Die Tore zu Anubis Reich“ von Tim Powers geht es kaum weniger durchmischt weiter: Rationelle Zeitreisende finden sich im London des 18. Jahrhunderts wieder, wo sie nebst einiges an Lokalkolorit auch auf ägyptische Totengötter und Magier treffen.

ABMGW 028 Die Zeitmaschine Karls des Großen vs Kaisertag (Oliver Henkel)

Thema der Woche: Alternativen für Deutschland!

…und die Alternativen sind Alternativweltsromane von Oliver Henkel.

In „Der Zeitmaschine Karls des Großen“ gibt es Deutschland allerdings noch gar nicht: Das römische Imperium ist gar nicht untergegangen, und der große Karl verbringt seine Tage als Provinzfürst von Roms Gnaden. Ob man mit einer Zeitmaschine daran etwas ändern kann?

Auch schön: „Kaisertag“, ebenfalls von Henkel. Der erste Weltkrieg findet wegen zu guten Wetters nicht statt (der zweite auch nicht), und die Welt verharrt im Glanz eines ewig währenden deutschen Kaiserreichs.

Beides solide Bücher, die glücklicherweise äußerst wenig mit der Standard Alternative „Was wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte?“ zu zun haben.

ABMGW 024 Im Jahre Ragnarök vs Cryptonomnicon (Oliver Henkel und Neal Stephanson)

Thema der Woche: Nachwehen des Zweiten Weltkriegs!

….und dazu bespreche ich zwei Bücher. Einmal „Im Jahre Ragnarök“ von Oliver Henkel, ein Alternativweltroman in welchem Deutschland den zweiten Weltkrieg auch verloren hat, in dessen Anschluss aber nicht der Marshall, sondern der Morgentauplan umgesetzt wurde. Vielleicht nicht das beste Buch von Henkel, aber auf alle Fälle solide Unterhaltung mit einigen interessanten Blickwinkeln.

Und das zweite Buch ist das wohlbekannte „Cryptonomnicon“ von Neil Stephanson, dem Schutzheiligen der Nerds im Internet. Dieses Buch speilt ebenfalls im zweiten Weltkrieg in dem sich eine Spezialeinheit mit „der Abflachung der Glockenkurve“ beschäftigt. Weitere Themen: Gold, Krieg, Geld, Cryptographie, Internet, Liebe, Sex, Holocaust, Asien…

 

ABMGW 023 Replay – Das zweite Spiel vs Der letzte Tag der Schöpfung (Ken Grimmwood und Wolfgang Jeschke)

Thema der Woche: Heyne Meisterwerke der Science Fiction!

 

…kein großer Zusammenhang besteht zwischen den beiden Büchern dieser Woche, außer das sie beide in der Reihe „Meisterwerke der Science Fiction“ veröffentlicht wurden. Was aber alle Meisterwerke gemeinsam haben: ein furchtbares Vorwort, in dem die Handlung, der Plot und die Twists alle schon auf den ersten 10 Seiten verraten wurden. Warum das so ist? Keine Ahnung.

Das Buch „Replay – das zweite Spiel“ von Ken Grimwood war tatsächlich die literarische Vorlage zu „Täglich grüßt das Murmeltier“. Ein Man stirbt… und wird gleich darauf wiedergeboren, in seiner eigenen Vergangenheit als 16 jähriger… er lebt sein Leben erneut, stirbt wieder (mit 50), und das Spiel beginnt von neuem.

„Der letzte Tag der Schöpfung“ von Wolfgang Jeschke ist vermutlich DER Klassiker der deutschen SF: Amerikaner reisen 4 Millionen Jahre in die Vergangenheit zurück, und versuchen Erdöl von Afrika in die Nordsee zu pumpen.