ABMGW 081 Schatten über Innsmoth vs Lovecraft Country (H.P. Lovecraft und Matt Ruff)

Thema der Woche: Lovecraft und Rassismus!

Lovecraft’s Werk dürfte bekannt sein, und es ist auch bekannt das sich in seinen Kurzgeschichten mehr oder weniger viel Rassismus verbirgt (wer wissen will wie viel genau, dem sei der Podcast „Arkham Insiders“ empfohlen“). Nun ergab es sich das Matt Ruff dieser Tage ein Buch veröffentlicht hat, das sich genau mit diesen Umstand beschäftigt… Grund genug sich das mal genauer anzusehen.

„Schatten über Innsmouth“ ist für mich DIE Lovecraft Story: Ein Mann kommt in eine Stadt die ihn nicht willkommen heißt, squampöse Menschen, böse Bäume, Dinge die Menschen lieber nicht wissen sollen, Alte Götter, interstellare Schrecken, Fischmenschen.

…und genau diese und ähnliche Geschichten wird von Matt Ruff in „Lovecraft Country“ aufgegriffen… nur mit dem Twist das diese Und ähnliche Geschichten aus der Sicht von schwarzen Protagonisten erzählt wird. Und wenn man im Amerika der 1955er Jahre schwarz war, dann musst man nicht erst in ein neuenglisches Fischerdorf mit squampösen Meschen fahren um das Gefühl zu verspühren, „nicht willkommen zu sein“.

ABMGW 078 Xanth vs Jonathan Strange und Mister Norrel (Piers Anthony und Susanne Clarke)

Thema der Woche: It’s a kind of Magic!

…oder anders gesagt: ich hab mir einfach zwei Bücher geschnappt bei denen Magie eine gewisse Rolle spielt.

Buch eins ist ein Buch aus der Xanth Reihe von Pies Anthony, um genau zu sein „Kamälion Magie“. Das wiederum ist das erste in einer Reihe von 38 Büchern die im magischen Land Xanth spielen  und beschäftigt sich mit der Suche eines Mannes nach seinem magischen Talent.

Bekannter hingegen dürfte „Jonathan Strange und Mister Norrel“ von Suannne Clarke sein, nicht zuletzt wegen der Verfilmung als Miniserie: in einem England das sich einer magischen Vergangenheit rühmt versuchen zwei unterschiedliche Charaktere die Magie wieder zum Leben zu erwecken.

ABMGW 068 Harry Potter vs Harrison Squared (J. K. Rowling und Daryl Gregory)

Thema der Woche: Jugendliche mit Magiehintergrund… oder Kindererziehung im magischen Umfeld.

Jugendromane die in Internaten spielen sind nun wahrlich keine Seltenheit, und auch der logische Schritt, diese Internatsromane in ein phantastisches Umfeld zu verlegen ist nur ein kleiner. In diesem Podcast beschäftigen wir und also mit phantastischer Jugendliteratur beziehungsweise magischen Schulen.

„Harry Potter“ von J. R. Rowlings kennt bestimmt jeder, und in diesem Podcast beschäftige ich mich vor allem mit den dunkeln seiten dieses fröhlichen Kinderbuchs: Faschismus, Sklaverei und den Verrat der Eliten.

Zum Glück gibt es auch positive Beispiele: in „Harrison Squared“ von Daryl Gregory findet sich ein Junge aus Kalifornien in einer neuenglischen Stadt und besucht die dortige Schule (nennen wir sie einfach die „Lovecraft High School“). Dort wimmelt es von squamösen Menschen, Alten Göttern, Unaussprechlichen, Serienmördern… allerdings ja das Buch eben auch positive Momente zu bieten, und so müssen wir uns fragen: Ist die Cthuhulureligion nicht einfach nur die Entrückung der Tintenfische? Ist die Anbetung der Alten Götter überhaupt möglich in einem sekundären Schulsystem?

ABMGW 038 Stein und Flöte vs Rumo (Hans Bemmann und Walter Moers)

Thema der Woche: Deutsche Fantasy ist beste Fantasy!

…und deswegen stelle ich in dieser Woche die beiden womöglich besten deutschen Fantasybücher vor:

„Stein und Flöte“ von Hans Bemmann ist ein eher weniger bekanntes Werk, aber möglicherweise das beste Stück deutscher Fantasy das jemals geschrieben wurde. Das Buch besticht durch sein eher unkonventionelles Storytelling und seine komplette Entschleunigung. Nicht geeignet für Leute die Action brauchen…

…ganz im Gegenteil zu „Rumo“ von Walter Moers. Hier wird geradezu ein Actionfeuerwerk abgebrannt, mit Schwertkämpfen, Monstern, bösen Generälen und natürlich der wahren Liebe. Erzählt wird in dem Buch eine sehr klassische Heldenreise, allerdings in einer extrem Fantasievollen Umgebung. Stichwort: „Einhörnchen“

ABMGW 036 Die fliegenden Zauberer vs Sturm über Windhaven (Larry Niven und George R R Martin)

Thema der Woche: Gesellschaft im Wandel! (GRRM 5 von 5)

Der würdige Abschluss der George R R Marting Sonderreihe, in welchem eines der zentralsten Themen von Martin überhaupt behandelt wird: die Gesellschaft im Umbruch.

Asl Vergleichsmaterial dient diesmal Larry Nivens „Die fliegenden Zauberer“, in welchem eine steinzeitliche und abergläubische Alienkultur Besuch von einem raum-fahrenden Menschen bekommt. Obwohl sich beide Parteien nicht ganz grün sind einigt man sich doch auf eine für beide Seiten lohnende Zusammenarbeit.

Und zu guter letzt spreche ich über das Werk „Sturm über Windhaven“ von George R R Martin, in dem auch eine Gesellschaft umgekrempelt wird.. und zwar nur auf Wunsch eines kleines Mädchens hin, das gerne fliegen würde.

ABMGW 031 Stadt des Feuers vs Lullaby (Larry Niven und Chuck Paulanuik)

Thema der Woche: Sonniges, sonniges Kalifornien! …oder: Phantastik die was mit Kalifornien zu tun hat.

Dazu stelle ich in dieder woche vor:

„Stadt des Feuers“ ist ein Fantasyroman von Larry Niven. Der spielt lange vor unserer Zeit, allerdings an einem uns bekannten Ort, nämlich an der Stelle an der zu unserer Zeit die Stadt Los Angeles steht. „Stadt des Feuers“ ist einer der sehr wenigen Fantasyromane von Niven, die ins deute übersetzt wurden.

Buch zwei ist „Lullaby“ von Chuck Palahniuk, in dem es um einen Mann geht der Kraft seiner Gedanken Menschen töten kann. Was das mit Kalifornien zu tun hat? Selber hören.

ABMGW 030 Die Zwerge von Amboss vs Die Tore zu Anubis Reich (Thomas Plischke und Tim Powers)

Thema der Woche: Fantasy mit umgekehrtem Vorzeichen!

…das umschreibt die Herangehensweise der Autoren zu den zwei Büchern um die es heute geht. Obwohl es in dem einen um Zwerge und Elfen, und in den anderen um ägyptische Götter und Magier geht, ist der Erzählstiel der Schreiberlinge ein fast schon wissenschaftlicher.

In „Die Zwerge von Amboss“ von Thomas Plischke haben wir es mit dem real existierenden Zwergensozialismus zu tun: Zwerge bevölkern den Nordkontinent eines ungenannten Planeten, führen ein fröhliches Leben mit Einheitslohn und Planwirtschaft, sehen sich aber einem Problem gegenüber das ihren marxistisch-leninistischen Horizont sprengen könnte.

In „Die Tore zu Anubis Reich“ von Tim Powers geht es kaum weniger durchmischt weiter: Rationelle Zeitreisende finden sich im London des 18. Jahrhunderts wieder, wo sie nebst einiges an Lokalkolorit auch auf ägyptische Totengötter und Magier treffen.