ABMGW 136 Zoo City vs Book of Dust (Lauren Beukes und Philip Pullman)

Thema der Woche: seelenverwandte Tiere!

Gemeint ist damit die Sorte von Verbindung mit Tieren, in welchen das Tier als eine Erweiterung des Menschen definiert wird.

In „Zoo City“ von Lauren Beukes sieht das so aus, das aus irgeneinen Grund jeder der ein schlimmes Verbrechen begangen hat ein Seelentier bekommt. Diese sogenannten „Getierten“ haben es nicht leicht, weil sie auf den ersten Blick als absolut schuldige Verbrecher erscheinen (weswegen Getierte in China gleich erschossen werden). In Südafrika schaut das anders aus, dort hat sich eine Gemeinschauft aus Getierten entwickelt die irgendwie durchs Leben kommen will.

Ein Tier bekommt jeder Mensch bei der Geburt in Philip Pullmans Buch „The Book of Dust“, einem Prequel von „Der Goldene Kompass“. Man spreicht hier von sogenannten „Daemonen“, im prinzip externierte Seelen von Menschen in Tierkörpern. Ob „The book of Dust“ die Vorschusslorbeeren verdient hat? Podcast anhören.

ABMGW 136 Zoo City vs Dust

ABMGW 124 Sperling vs Der Klang der Erinnerung (Mary D. Russel und Anna Smaill)

Thema der Woche: Musik Musik Musik!

„Musik wird oft nicht schon gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.“ Besser daher: Musik in Büchern oder noch homeophatischer: Podcasts über  Musik in Büchern! Der ganze Genuss ohne Geräusch.

In „Sperling“ von Mary R. Russel wird ein aufgefangenes ausserirdisches Musikstück zum Anlass um eine katholische Raumfahrtmission auf den Weg zu schicken („Hallo, können wir mit ihnen über Gott reden?“). Was natürlich katerstrophal scheitert.

In „Der Klang der Erinnerung“ von Anna Smaill bekommen wir eine Welt geschildert in der es kaum noch Worte, Erinnerungen und schon gar keine Schrift gibt. Die Welt ist bestimmt von der Musik, die alles durchdringt und die die Menschen steuert. Schrecklich!

ABMGW 030 Die Zwerge von Amboss vs Die Tore zu Anubis Reich (Thomas Plischke und Tim Powers)

Thema der Woche: Fantasy mit umgekehrtem Vorzeichen!

…das umschreibt die Herangehensweise der Autoren zu den zwei Büchern um die es heute geht. Obwohl es in dem einen um Zwerge und Elfen, und in den anderen um ägyptische Götter und Magier geht, ist der Erzählstiel der Schreiberlinge ein fast schon wissenschaftlicher.

In „Die Zwerge von Amboss“ von Thomas Plischke haben wir es mit dem real existierenden Zwergensozialismus zu tun: Zwerge bevölkern den Nordkontinent eines ungenannten Planeten, führen ein fröhliches Leben mit Einheitslohn und Planwirtschaft, sehen sich aber einem Problem gegenüber das ihren marxistisch-leninistischen Horizont sprengen könnte.

In „Die Tore zu Anubis Reich“ von Tim Powers geht es kaum weniger durchmischt weiter: Rationelle Zeitreisende finden sich im London des 18. Jahrhunderts wieder, wo sie nebst einiges an Lokalkolorit auch auf ägyptische Totengötter und Magier treffen.