ABMGW 078 Xanth vs Jonathan Strange und Mister Norrel (Piers Anthony und Susanne Clarke)

Thema der Woche: It’s a kind of Magic!

…oder anders gesagt: ich hab mir einfach zwei Bücher geschnappt bei denen Magie eine gewisse Rolle spielt.

Buch eins ist ein Buch aus der Xanth Reihe von Pies Anthony, um genau zu sein „Kamälion Magie“. Das wiederum ist das erste in einer Reihe von 38 Büchern die im magischen Land Xanth spielen  und beschäftigt sich mit der Suche eines Mannes nach seinem magischen Talent.

Bekannter hingegen dürfte „Jonathan Strange und Mister Norrel“ von Suannne Clarke sein, nicht zuletzt wegen der Verfilmung als Miniserie: in einem England das sich einer magischen Vergangenheit rühmt versuchen zwei unterschiedliche Charaktere die Magie wieder zum Leben zu erwecken.

ABMGW 052 Little Brother vs Ich schlage vor das wir uns küssen (Cory Doctorow und Rayk Wieland)

Thema der Woche:

Überwachung im Wandel der Zeiten!

In „Little Brother“ erleben wir des Anfang eines Überwachungsstaats: nach einem Terroranschlag wittert die Homeland Security Morgenluft und versucht sich in San Francisco breit zu machen. Einige Teenager die in den Genuss der „Erweiterten Befragung“ gekommen sind halten das allerdings für keine gute Idee.

Umgekehrte Vorzeichen gibt es bei „Ich schlage vor das wir uns küssen“ von Rayk Wieland. Der Überwachungsstaat DDR ist schon so lange tot und begraben, das der Protagonist W. das ganze Land praktisch schon vergessen hat. Dann holt ihn seine Vergangenheit wieder ein, allerdings eine seltsame Vergangenheit: anscheinend war er ein unbekannter, unterdrückter Untergrunddichter und ein hochgefährlicher Staatsfeind. Was seltsam ist, denn er selber kann sich nur daran erinnern Elektriker gewesen zu sein.

ABMGW 050 Das Haus vs Die Brautprinzessin (Mark Z. Danielewski und William Goldman)

Thema der Woche: Bücher mit Metaebene und Zweifarbendruck!

…es gibt nicht mehr viele Gründe um auf Papier gedruckte Bücher zu kaufen, aber eine paar gibt es doch: wenn Bücher zweifarbig gedruckt werden beispielsweise. Im Fall der beiden Bücher dieser Woche ist das besonders hilfreich, den beide Bücher haben eine ausgesprochene Metaebene

„Das Haus“ von Mark Z. Danielewski ist ein ausgewachsener Horrorroman, der mir ähnlich viele schlaflose Nächte beschert hat die seinerzeit der Film „The Ring“. Worum es geht: Ein Tätowierer findet das Manuskript zu einer Filmkritik zu einem Film der nie gedreht wurde. Dieser Dokumentarfilm handelt von einer Familie die in einem Haus lebt das innen größer ist als außen, und im dem sich immer neue Räume auftun.

Heiterer ist hingegen „Die Brautprinzessin“ von William Goldman. Auch hier haben wir eine Metaebene: Während die Story selber von Piraten, wahrer Liebe, Monstern, Schwertkämpfen und Nagetieren von ungewöhnliche Größe handelt, beschäftigt sich ein andere Teil des Buches mit dem Buch selber, also wie Goldman dazu gekommen ist und wie er es gekürzt hat etc.

 

 

ABMGW 049 Fool on the Hill vs The Big U (Matt Ruff und Neal Stephenson)

Thema der Woche: Die magische Universität als Ort der Handlung.

Universitäten spielen in der fantastischen Literatur eine große Rolle, Stichwort: Hogwarts oder die Unsichtbare Universität auf der Scheibenwelt.

Ein anderes schönes Beispiel ist die Universität Cornell in Ithaka. Die dient nicht nur dem Unterricht von Menschen, auch Hunde haben dort eine Universität etabliert, griechische Sagengestalten gehen ein und aus und Elfen aus Shakespeares Werkern leben unbemerkt unter den Menschen. Inmitten: eine Liebesgeschichte. Aja, und eine als Domina verkleidete lebendige Gummimaid.

Den Gegensatz dazu findet man in der absolut un-magischen Big U, der „American Megauniversity“ einem seelenlosen Moloch in dem Studenten möglichst billig ausgebildet werden. Aber auch ein solcher absolut un-magischer Ort kann schöne Geschichten hervorbringen: Liebe, Rache, Aufstand gegen das System, kafkaeske Verwaltungsgeschichten und dann gibt es noch die LARP Gruppe die im Keller gegen radioaktive Mutantenratten kämpft.

ABMGW 033 Treason – Der Spenderplanet vs Die Flamme erlischt (Orson Scott Card und George R R Martin)

Thema der Woche: Irrlaufende Planeten! (GRRM Sonderpodcast 2 von 5)

Der zweite Podcast in meiner George R. R. Martin Reihe, als Subthema hab ich diesmal gewählt: Seltsame Planeten als Ort der Handlung.

„Treason – der Spenderplanet“ ist ein fast vergessener Klassiker von Orson Scott Card: Auf einem extrem metallarmen Planeten wurde eine Gruppe von Straftätern exiliert. Diese Straftäter hatten allesamt besondere Talente, und diese Talente bilden den Kern für die Gesellschaften, die auf diesen Planeten etablieren. Eine Story um Entwicklung, Verrat und zu vielen, selbstständig nachwachsenden Körperteilen.

In „Die Flamme erlischt“ von George R. R. Martn ist der Ort der Handlung noch exotischer: ein irrlaufender Planet nähert sich für ein paar Jahre einer Sonne, und wird bewohnbar – ideal um dort eine Art Weltausstellung abzuhalten, so finden zumindest die benachbarten Völker. Diese unwirkliche Welt stellt die Kulisse für ein Liebesdrama…